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Hauptfehler beim Sex

Der Mensch macht generell immer Fehler. Sein gesamter Lebensweg besteht aus Fehlern. Manche Fehler wiegen schwerer als andere. Dies gilt für alle Lebensbereiche – für die eigene Gesundheit, die Beziehungen zu Kollegen und Freunden und für den Aufbau einer Familie und natürlich ist Sex keine Ausnahme. Daran ist nichts Falsches. Alle Menschen machen Fehler, sie können nicht vermieden werden. Das einzige, was Sie tun können, ist die gemachten Fehler zu akzeptieren und aus ihnen zu lernen.

Die meisten Probleme im Bett sind auf psychische Probleme zurückzuführen. Wenn ein Mann eine Erektion erreichen kann und eine Frau erregt wird, dann können dennoch eine falsche Vorstellungen, bzw. Mißverständnisse dazu führen, dass das Sexleben gestört wird, obwohl die körperlichen Voraussetzungen stimmen.

Das intime Leben ist generell ein essentieller Bestandteil eines jeden Menschen – ausgenommen asexuelle Menschen, die aber eher eine Minderheit sind. Diese haben meist eigenen Wege um ihr Vergnügen auszuleben, und Stress andweitig abbauen können. Der Rest der Menschen achtet sehr auf ihr Intimleben im Schlafzimmer und was in diesem passiert. Leider hat eine große Zahl von Menschen Dutzende von Missverständnissen, falsche Gedanken, seltsamen Einstellungen und unverständlichen Wünschen.

Besonders oft kann ein gesundes Sexualleben behindert werden durch:

  • Eigene Eltern. Sie können eine abfällige oder sogar extrem negative Haltung gegenüber Sex in der Kindheit vermittelt haben, welche dazu führt, daß sie bei ihrem heranwachsenden Kind und späterem Erwachsenen ein Schuldgefühl für fleischliche Begierden und Gelüste auslöst;

  • die von unserer Gesellschaft vermittelten Ansichten: Die menschliche Gemeinschaft ist in der Lage, dem Einzelnen seltsame Tabus und Handlungsabläufe aufzuerlegen, wie er bzw. sie sein intimes Leben zu gestalten hat. Viele Menschen folgen lieber der Meinung, die von der Mehrheit akzeptiert wird, und ignorieren dabei ihre eigenen Gefühle und Instinkte;

  • Aufgenommene Eindrücke aus Filmen und Videos, die unser Bewusstsein maßgäblich beeinflussen: Viele noch unerfahrene, meist junge Menschen versuchen sich auf Informationsquellen, wie Internet und aktuelle Filme zu konzentrieren, die ihnen zur Verfügung stehen, zum Beispiel Filme Was dort gezeigt wird, ist im besten Fall oft eine sehr stark verzerrte Wiedergabe der Realität.

Und selbst wenn alle oben genannten Punkte das intime Leben einer Person nicht beeinflussen sollten, machen die Menschen trotzdem Fehler beim Sex.

Männliche Fehler beim Sex

Nicht wenige Männer schätzen die Situation beim Sex oft falsch ein oder glauben, dass der Sex zwangsläufig nach einem gewissen Muster ablaufen sollte:

  • Sie glauben, dass die Frau die gleiche Erregung zur gleichen Zeit fühlt wie sie selbst. Das ist aber aus der Sichtweise oftmals nicht richtig. Ein Blick auf eine attraktive Frau kann beim Mann eine vollständige oder partielle Erektion auslösen. Bei den Frauen ist der Grad der Erregung jedoch etwas komplizierter. Eine Frau wird nicht nur durch das Aussehen eines Mannes erregt , sondern sie benötigt auch viel Phantasie, emotionale Hingabe und Einfühlungsvermögen. Daher braucht eine Frau oft mehr Zeit, um sich zu erregen als ein Mann. In diesem Fall ist es für den Partner empfehlenswert, sich beim Vorspiel mehr Zeit zu lassen und die Frau gekonnt zu verführen;

  • Viele Männer reagieren enttäuscht, wenn die Frau nicht im gleichen Maß erregt ist, wie sie selbst. Dieser Fehler ist eine direkte Folge des vorherigen Punktes. Der Körper einer Frau ist so aufgebaut, dass sie mehr Zeit braucht, um sexuell stimuliert zu werden. Wenn sie in dieser Zeit fühlt, dass ihr Partner unzufrieden oder enttäuscht ist, wird sich die Stimmung für Sex stark reduzieren oder sogar komplett verschwinden. Ein wichtiger Ratschlag ist es, als Mann, seine Partnerin nicht unter Druck zu setzen, sondern stattdessen jeden Moment mit ihr zu genießen;

  • Vorschnell die Vagina zu berühren. Der Körper des Mannes ist so aufgebaut, dass er die stärkste Erregung beim Berühren seines Geschlechtsorgans spürt und auch dort einen Orgasmus erleben kann. Der Trugschluß des Mannes ist jedoch dabei, dass er glaubt, dass das andere Geschlecht die gleichen Empfindungen erlebt, wie es bei ihm der Fall ist. Das ist falsch. Das vorzeitige stimulieren der Genitalien bei der Frau kann dazu führen, dass es die Frau unter emotionalen Druck setzt und somit die Erregung einer Frau in diesem Falle sogar abnimmt. Besser ist es erstmal die Aufmerksamkeit auf den ganzen Körper der Partnerin zu richten und ein wenig später den Geschlechtsverkehr zu vollführen;

  • Übermäßiger Fokus auf Erektionen. Männer achten oft zu sehr darauf, die Ejakulation so lange wie möglich zu verzögern, um den Sex zu verlängern und damit lenken sie sich von ihrer Partnerin ab. Aus diesem Grund fühlt sich die Frau, als ob sie von ihrem Gegenüber nicht mehr wahrgenommen wird, weil der Mann zwanghaft versucht seine Erektion hinauszuzögern. Solche Empfindungen bei der Frau können wiederum das Liebesspiel stören oder sogar vollständig stoppen;

  • Die Konzentration auf die Liebkosungen der Vagina. Die Stimulation der Genitalien ist nicht so effektiv wie es den Männern scheint. Andere erogene Zonen sollten auch beachtet werden.

Die Beseitigung dieser fünf grundlegenden männlichen Fehler wird dazu beitragen, die Qualität des Geschlechtsverkehrs erheblich zu erhöhen.

Weibliche Fehler beim Sex

 

Häufige Fehler, die Frauen begehen, sind oft mit einem Missverständnis der männlichen Einstellung gegenüber Sex verbunden. Dies ist normalerweise:

  • Nicht eindeutige Hinweise. Viele Frauen glauben, dass sie ihre Wünsche ihrem Partner bereits deutlich signalisiert haben. Aber in Wirklichkeit ist es oft so, dass die nonverbalen Hinweise nur verstanden werde, indem man diese klar und deutlich benennt. Männer besitzen keine telepathischen Fähigkeiten. Je klarer und direkter eine Frau ihren Wunsch ihrem Partner gegenüber äußert, desto schneller wird er ihre Wünsche verstehen;

  • Teilen Sie Ihrem Partner selten Ihre Vorlieben mit? Ein Mann kann solche oftmals nicht deuten, besonders dann, wenn er aufgeregt ist. Oder wenn über dieses Thema beiläufig vor ein paar Monaten gesprochen wurde. Seien Sie bei Ihren Wünschen nicht schüchtern und erinnern Sie Ihren Partner daran;

  • Übermäßige Konzentration auf eigene Schönheitsfehler. Die ständige Selbstkritik an ihrem Körper verzögert den sexuellen Akt und stört gerade beim bevorstehenden Geschlechtsverkehr. Dies kommt sehr häufig vor, da viele Frauen es schaffen, sich während des Sex nicht schön genug für den Partner zu fühlen, obwohl diese Art der Selbstkritik vom Gegenüber meist nicht geteilt wird.Es ist besser, sich diesen aufkeimenden Gedanken nicht hinzugeben und sich stattdessen auf die Berührungen und die schönen Gefühle des Mannes zu konzentrieren;

  • Übermäßiges Gedankenkarussell, ob man das richtige tut: Sehr oft machen sich Frauen Sorgen, alles so zu machen, wie es sich gehört. Diese Angst steht dem Genuss von Sex entgegen. Dies kann verhindern, dass der Partner durch das zuviele Nachdenken und Grübeln beim Sex irritiert wird. Sie müssen sich entspannen und einfach den Mann fragen, was ihm gefällt;

  • Zu sanfte Berührungen. Die Physiologie von Männern und Frauen ist verschieden, das ist unbestritten. Gleichzeitig verhalten sich beide so, als gäbe es keine Unterschiede. Frauen, zum Beispiel, berühren oft einen Mann zu sanft. Vor allem, wenn solche Berührungen bei ihnen selbst für Aufregung sorgen. Die Partnerin glaubt einfach, dass der Mann, sobald sie es genießt, das gleiche fühlen muß bzw. ihre Sympathie teilen sollte. Aber leider passiert es nicht oft und kann auch Zufall sein.

Der wichtigste Ratschlag für diejenigen, die Probleme beim Sex vermeiden möchten ist darüber zu reden. Finden Sie heraus, was Ihr Partner mag und was nicht. Seien Sie ehrlich, was Sie bei sich bevorzugen. Sie lernen sich selbst besser kennen und bekommen ein Verständnis dafür, wie Sie im Bett miteinander umgehen.

Thomas Koch
Thomas Koch
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